Eine differenzierte Sicht auf Fan Proteste und Rassismus

Bildquelle: www.flickr.com

Seit dem Wochenende ist die Diskussion in vollem Gange, wie schlimm es um den deutschen Fußball steht, im Hinblick auf Ultras und ihre Proteste, die Sie in die Stadien tragen.

Nachdem uns die Berichterstattung in den Medien zu einseitig sind, möchten wir einen kleinen Teil dazu Beitragen, dass das Thema nicht nur schwarz und weiß betrachtet wird.

Die Kommerzialisierung und die abgeleitete Kollektivstrafe ist der Aufsatzpunkt der Proteste.

Um das Thema der Proteste in Summe besser zu verstehen, kann man eine Dokumentation der ARD zum Thema Ultras heranziehen. In 45 min bekommt man eine Information, die viel differenziertet das Thema der Fan Proteste betrachtet, wie 90 Prozent der Medien den Vorfall vom Wochenende.

In der Doku wurde noch mal deutlicher was eines der größten Problem der Utras ist – die Kollektivstrafe. Dazu hat eine Ultra mal, die Sicht eines Ultras mit Stadionverbot, geschildert.

Wenn man die Bewegung der Ultras versucht zu verstehen, dann erkennt man schnell, dass das Synonym Familie sehr passend für diese Bewegung wäre. Wie in jeder Familie steht der Zusammenhalt über allem und wie in jeder Familie gibt es auch schwarze Schafe, in so einem Zusammenhalt.

Die Bestrafung der Gruppe aufgrund eines schwarzen Schaf

Hat man aber nun so ein schwarzes Schaf in seinen Reihen, der sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten will, dann ist es klar das ein solches Individuum bestraft werden muss. Themen wie Gewalt, Kriminalität oder Verhetzung sind Fixpunkte, die in unserer Gesellschaft unangreifbar sind, ihn ihrer Definition und Bestrafung.

Wenn man aber dann aus Bequemlichkeit, die Strafe eines Einzelnen, auf die ganze Familie überträgt, fühlen sich die Familienmitglieder, die unschuldig sind, ungerecht behandelt.

Eine Choreographie der Ultras des VfB Stuttgart Bildquelle: VfB-Bilder.de

Für die Ultras ein Stadionausschuss zum Beispiel gleichzusetzen, mit einer 2 Klassen Gesellschaft innerhalb einer Familie. Wenn zum Beispiel, ein Familienausflug in den Freizeitpark damit endet, dass man gemeinsam die Reise auf sich nimmt, aber ein Teil den Park nicht betreten darf, baut sich Enttäuschung und Wut auf.

Enttäuschung und Wut, verursacht durch den Kollektivansatz

Diese Enttäuschung und Wut wird dann maximiert, wenn die Gruppe wieder vereint wird nach dem Event. Im Fall des Stadions treffen die Ultras aus dem Stadion auf die Ultras vor dem Stadion. Die eine Gruppe hat ein Spiel gesehen, ist entweder euphorisiert oder demoralisiert, aufgrund des Ergebnisses. Egal in welche Richtung die Emotion geht, die Gefühle der ausgeschlossenen Ultras vor dem Stadion, werden dadurch nur verschärft.

Wir möchten hier in keinster Weise, die negativen Auswüchse der Emotionen (Gewalt, Kriminalität oder Hassrede) als valide Antworten auf dieses Umstand, als akzeptabel bezeichnen, aber unsere Ausführung soll die Möglichkeit geben, beide Seiten einer Geschichte zu sehen und zu verstehen.

Proteste gegen Hopp mir Rassismus gleich zu setzen

In der ganzen Diskussion, die seit dem Wochenende statt findet, werden für uns verschiedene Dinge vermischt. Eine Diskussion um Kommerzialisierung ist für uns deutliche zu trennen, von Rassismus oder #metoo.

In der Causa Hopp steht für uns die Kritik in Verbindung mit Verhetzung und Hass. Was in der ganzen Diskussion, völlig unter die Räder kommt, das es ein wenig scheinheilig wirkt, wenn man auf der einen Seite massive Reaktionen zeigt, wenn sehr prominente Persönlichkeit, zum Leidtragenden wird von völlig falschen Verhaltensweisen.

Was für uns aber überhaupt nicht verständlich ist, dass zum Beispiel die rassistischen Verunglimpfungen von Spielern einer dunklen Hautfarbe, keine gleiche Reaktion, der Verantwortlichen verursacht. In der heutigen Zeit sollten Rassismus und #metoo, die gleiche empörte Reaktion verursachen, wie individuelle Verhetzung.

Ein klares Zeichen gegen Rassismus Bildquelle: www.flickr.com

Dann wird sie nachvollziehbar und verständlich. Und genau beim Thema Rassismus und #metoo sind für mich gerade die Ultras, die Gruppe, die den größten Effekt hätten, wenn sie hier in ihrem Grundverständnis von Familie auch handeln würden.

Ein Blogbeitrag des Blogs Rund um den Brustring hat in diesem Zusammenhang das Thema Sexismus beim VfB zum Thema gemacht, dass aus unserer Sicht viel klarer, auch in die öffentliche Diskussion muss.

Klare Bekenntnisse würden helfen die Probleme anzugehen

Eine Weg in die richtige Richtung wäre für uns eine klares Bekenntnis beider Seiten. Die Bewegung der Ultras müsste sich klar dazu bekennen, Themen wie Rassismus und Sexismus zu bekämpfen. Ihr Beitrag wäre unglaublich wertvoll in dieser Sache.

Der DFB und die Vereine müssten im Gegensatz verstehen, dass sie mit dem Thema Kollektivstrafe eine Mittel anwenden, dass die Verhältnismäßigkeit überschritten hat.

In der Sache könnten beide Seiten viel machen, wenn sie bereit wenn sie gemeinsam für eine Sache kämpfen würden. Kommerzialisierung ist in dem Fall, der völlig falsche Startpunkt. Rassismus und Sexismus wäre ein viel besserer Fokuspunkt.

In dem Sinne

Eure Super Heroes

Flash Lightning und Speedybee

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